Colt CJ0 „GTi“

R.I.P. 2011

2007

Die Daten vom Anfang:
Modell: Sport
Motor: 4g13 SOHC mit 82 PS
Modifikationen:

  • – Heck- und Frontansatz + Seitenschweller
  • – ESD von FOX (Serie beim Sport)
  • – Sport Spoiler
  • – Gut gepflegt + Scheckheft
  • – 32000 km
  • – 15“ Alufelgen Modell Sport
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Kaufdatum: 27.02.2007 in Warren/Müritz

Es ging direkt mit dem Tuning einiger Restbestände aus dem alten Colt los. Ok, eigentlich nur die Fußraumbeleuchtung. Die flog aber recht schnell wieder raus.

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Bereits im April ging es weiter. Das Nippon/CarRat Bodykit ging endlich zum Lackierer und konnte bald daruf montiert werde. Zu diesem Zeitpunkt legte ich noch viel Wert auf Styling, was sich aber in einigen Montaten ändern sollte.

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Im Mai ging es dann erstmal mit dem Innenraum weiter. Es stand die Überlegung, ob komplett lackieren, oder nur zum Teil. Ich habe mich dann für „zum Teil“ entschieden. Ein schwarzes Auto mit blauen Innenraum sollte es nicht werden. Weiß kam auch nicht in Frage, da ich viel mit dem Fahrzeug unterwegs war und darin auch getrunken und gegessen wurde. Kurz danach wurden auch endlich die bestellten Schrothgurte geliefert, welche im Juni 2007 dann mit Verspätung eingebaut wurden.

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Die Schrothgurte hatte ich zusammen mit einem VSD-Ersatzrohr erworben. In Ermangelung von Zeit am Ende des Schuljahres musste das jedoch bis Juli warten. Um die Warterei besser verschmerzen zu können, wurde dann auch gleich noch ein Plasmatacho eingebaut.

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Danach war erstmal kurze Zeit Pause angesagt. Urlaub und andere Aktivitäten standen an.
Erst im Oktober ging es weiter. Aus einer Laune heraus wurde etwas Hifizubehör angeschafft. Das Problem daran: Es war Schrott aus dem MediaMarkt. Naja, auch ich musste das erst lernen. Dennoch wurde alles verbaut und ein wenig mit Aufklebern rumexperimentiert. Später wurde dann das 08/15 Audio Zeug gegen vernüftige Komponenten ausgetauscht.
Außerdem flog endlich die Rückbank raus. Der Plan war die ganze Sache zu einem Zweisitzer umzubauen, was ebenfalls im Okotber geschah. Auch hier sollte ich dazu lernen. FK Sitze sind Schrott und wer billig kauft, kauft zweimal.

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Das sollte es für das Jahr 2007 erstmal gewesen sein. Nun kam der Winter 2007/2008 und das Fahrzeug wurde Winterfertig gemacht.

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2008

2008 war eigentlich weniger geplant, denn es sollte gespart werden um 2009 den Motorumbau in Angriff zu nehmen. Außerdem stand das Abitur in diesem Jahr an und da musste man sich daruf konzentrieren. Was aber passieren sollte war im Sommer ein neues Hifi System. Leider gibt es davon schlicht und einfach keine Bilder.
Die Komonenten:
Headunit: Alpine CDR-9855R
Frontsystem: Hertz ESK-165
Amplifter: AudioArt 2xe.200
Das ich mich vorher habe beraten lassen und ein wenig mehr Geld in die Hand nahm machte sich bezahlt. Die Qualität war fantastisch!

Im Juni 2008 stand dann erstmal die WM an. Natürlich konnte ich das Auto nicht einfach 08/15 mit irgendwelchen Fahnen dekorieren.

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Außerdem bekam ich durch Zufall ein Angebot für sehr Preiswerte gebrauchte Eibach 30/30 Federn. Da konnte ich nicht Nein sagen. Entgegen meiner Erwartung waren die Federn schön straff und verbesserten doch spührbar die Fahreigenschaften. Allerdings war er jetzt an er Front, durch das Bodykit ziemlich tief.

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Im Herbst 2008 stand dann mein Umzug zum Studium an. Eine Kleinigkeit am Auto machen konnte ich dennoch. Öldruck und Öltemperatur bekammen eigene Instrumente. Zwar nur von raid-HP, aber mir kam es weniger auf den exakten Wert als auf die generelle Überwachung an. Es war interessant, wie der Öldruck mit dem Gasgeben variierte und wie lange doch das Öl brauchte um warm zu werden, wo das Thermostat vom Wasser schon lange auf Normal stand.

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In diesem Winter wurde dann alles Geld zusammen genommen und es sollte der Motorumbau in Angriff genommen werden. Am Anfang stand natürlich die Frage ob selber machen oder bei GO Performance machen lassen. Ich fuhr jeden Monat 2500km bis 3500km und war von daher auf das Fahrzeug angewiesen. Ich hatte zwar mitlerweile einiges gelernt und auch viel angelesen, aber dennoch wollte ich lieber den „Profi“ (HAHA!) ran lassen.
Daher lies ich mir verschiedene Angebote von GO Performance machen. Zur Wahl standen ein Umbau auf 4g92 SOHC mit 103 PS, 4g93 SOHC mit 116 PS, 4g92 MIVEC mit 160 PS oder 4g63 DOHC mit 150 PS. Der 4g92 SOHC hatte zu wenig Hubraum, der 4g92 MIVEC war zu teuer (wie ich dachte) und hatte kein Abgasgutachten und der 4g63 DOHC war nicht mit dem kurzen Getriebe vom 4g13 zu verwenden. Damit fiel die Wahl auf den 4g93 SOHC.
Als Termin wurde der 03.01.2009 ins Auge gefasst und das Geld wurde vorab zu 90% überwiesen.

2009

Am 03.01.2009 trafen wir in Ainring ein. Aus gesundheitlichen Gründen musste ich jedoch am 04.01.2009 wieder abreisen. Es wurde vereinbart, dass ich das Fahrzeug am 10.01. gegen um 12 Uhr wieder holen sollte. Bis dahin sollte bei diesem „simplen Umbau“ alles Fertig sein, inklusive TÜV.
Als wir am 10.01 eintrafen stand das Fahrzeug noch zerlegt auf der Hebebühne. Es gab wohl Probleme mit der LIMA und er lief zu Mager. Abhilfe schafften scheinbar ein anderer LMM und 275er Düsen aus dem 4g92 MIVEC. Gegen 8 Uhr Abends konnte ich mich auf den 5 Stündigen Heimweg machen. Eine Reifenpanne mit angeblich neuen Reifen 60km vor München verzögerten die ganze Sache aber nochmal um ca. 2 Stunden.

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Was niemand Bestreiten mag: Das Fahrzeug machte unwahrscheinlichen Spaß. Durch das kurze Getriebe war genug Beschleunigung da und auch auf der Autobahn machte das Fahrzeug anfangs eine gute Figur.

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Wo der Sommer kam begann ich auch mit einigen Reperaturarbeiten, die über den Winter aufgelaufen waren. So mussten Front und Heck repariert werden und es flogen endlich die billigen FK Sitze raus. Dank Matze kam ich günstig an sehr gut gepflegte König K5000 Sportsitze. Endlich wurde auch die Endgültige Umtragung zum 2-Sitzer vorgenommen.

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Natürlich wurden auch ein paar Umbauten getätigt. So wurden die Schalter für Plasmatacho, Zusatzinstrumente etc. in den Dachhimmel verlegt und ein GDI (4-2-1) Krümmer verbaut. Außerdem kam bei der Gelegenheit noch ein 63mm Hosenrohr von FOX Exhaust unter das Fahrzeug.

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Direkt darauf ging es ab zum Folieren und es wurde für etwas Frischluft im Motorraum gesorgt.

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Jetzt konnte der Sommer 2009 kommen mit all seinen Treffen und schönen Ausflügen. Doch was nun passierte, konnte vorher so keiner Ahnen. Sobald die Temperaturen etwas hoch gingen und ich den Motor nach einer Einfahrphase richtig trat gesellte sich ein unheilvolles Klopfen in meinen Innenraum. Das Ergebniss waren diverse Begegnungen mit dem ADAC auf dem Standstreifen er Autobahn.
GO Performance war außer Stande etwas an dieser Situation zu ändern. Auch der Ölverbrauch nahm langsam bösartige Züge an. Manchmal brauchte ich für die knapp 120 km von Dresden ins Erzgebirge 2l Öl und mehr. Das Ergebnis war dann irgendwann ein Klopfschaden.

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Wohl eher wenig begeistert schickte mir GO Performance einen neuen 4g93 Motor zu, der erstmal ohne Kopf geliefert wurde. Der Kopf, der dann hinterher kam, hatte komplett krumme Ventile. GO Performance war dann damit einverstanden, dass ich deren Nachbesserungsversuch von einer Fachkundigen Werkstatt vornehmen lies. Die gesamten Kosten blieben (ungerechtfertiger Weise, wie sich später durch den Anwalt herausstellen wird) an mir hängen.
Vermutlich war der Motor von Anfang an in keinem guten Zustand. Der Keilriemen wurde angeblich durchgeschnitten…ich vermute, dass er schlicht und einfach gerissen war, was auch die krummen Ventile erklären würde.
Nachdem dieser Umbau vollzogen war gab es erneut Probleme mit Klopfen und dem Ölverbrauch, was GOP dazu veranlasste das Fahrzeug selber zu holen und angeblich nachzubessern.
Nach 10 Tagen bekam ich endlich das Fahrzeug wieder. Auf der Rückfahrt von Ainring stellte GOP fest, dass nach wie vor ein erhöhter Ölverbrauch vorlag. Also wurde 15W50 und andere Zündkerzen eingebaut.
Das Ergebnis das Gleiche: Wieder schluckte das Fahrzeug fast mehr Öl als Benzin.
GOP sollte erneut Nachbessern. Man holte das Fahrzeug ab und ich bekam es mit angeblich angepasster Software zurück. Der gesamte Motorraum war verblombt wurden.
Lange Rede kurzer Sinn. Nach 300km stand ich erneut auf dem Standstreifen. Der Motor war fest. Ich vermute einen Kolbenfresser weil innerhalb von 300km das Öl komplett leer war.

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Ein sehr häufiges Bild in diesen Herbst und Wintermonaten
2009. Der Colt auf dem ADAC Verwahrplatz.

2010

Über das gesamte Jahr 2010 zog sich nun der Rechtsstreit mit Go Performance. Was sehr auffällig war: GO Performance beantwortete alle Briefe nur halbherzig. Da kamen Faxe in letzter Minute und mit falschem Datum oder es wurde kein Bezug auf vorhergehende Aufforderungen genommen.
Mit großem Aufwand durch meinen Anwalt wurde dann eine Ratenzahlung für die Kosten des Umbaus vereinbart. Auf diversen Kosten blieb ich allerdings sitzen, da ich diese nur hätte vor Gericht einklagen können. Dazu gehören die entstanden Kosten und ausgefallenen Einnahmen durch diverse Aufenthalte bei diversen Abschleppunternehmen. Hinzu kommen Kosten, die ich hatte, die zwar durch den Umbau verursacht wurden aber GO Performance rechtlich nicht anzukreiden sind (aber bei einem funktionierenden Umbau nicht entstanden wären).
Ich spreche nicht öffentlich über Geld, aber damit jeder, der das hier liest, eine Vorstellung hat. Der Umbau war mit einer mittleren 4-Stelligen Summe bedacht und am Ende stand eine 5-Stellige summe, von der ich ca. 65% von GO Performance wieder bekommen habe.

2011

Was passiert 2011?
Nachdem ich das Fahrzeug erfolglos für 3500€ VHB angeboten habe, wird jetzt das Schlachten einfach unvermeidlich. Ein Wiederaufbau würde Zeit und Geld erfordern, dass im Moment für derartige Dinge einfach nicht zur Verfügung steht.
Im Mai 2011 war es dann soweit:

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Es werden wieder Projekte kommen. Bleibt nur noch zu sagen:

You know it means no mercy.
Goodbye to the Brixton sun.

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